Driving the Digital Experience. | Siemens Messestand

Digitalisiert und frisch rasiert

bluepool baut den Siemens Messestand - ein Beispiel, dass zeigt wie Messedesigner Exponate wirken lassen: abstrakte Software, die den Produktionsprozess effektiver macht. Und Consumer-Produkte live am Kunden. 

Auf der SPS IPC Drives in Nürnberg zeigte Siemens neueste Anwendungen für die digitale Fabrik der Industrie 4.0

Wie lassen sich Digitaldaten auf einer Messedarstellung „greifbar" machen? Kann die Arbeit von Software visualisiert werden? Die Standplaner von Concept 26 und das Messebau-Unternehmen bluepool aus Leinfelden-Echterdingen haben sich dieser Herausforderung gestellt. Der Aussteller war Siemens auf der SPS IPC Drives 2016 in Nürnberg, der Messe für elektrische Automatisierung.

In der komplett belegten Halle 11 zeigte Siemens auf rund 5.000 Quadratmetern Gesamtfläche neueste Anwendungen für die digitale Fabrik der Industrie 4.0. Über den Köpfen der Besucher leuchteten etwa 200 kugel-förmige LED-Lampen. Diese Installation der Agentur HL Studios symbolisierte Themen wie Datenfluss und Cloud-Systeme, Driving the Digital Experience" hieß das Standmotto. Zwischen Schaltschränken, Bildschirmwänden und Computer-Terminals sahen die Besucher Darstellungen von Fertigungsstraßen hinter Glas.

Sie erlebten live, wie cloudbasiertes Engineering sichtbar wird oder wie sich Anlagen mit mobilen Endgeräten steuern lassen. So erhielten sie Eindrücke, wie Produktionsprozesse in digitale Daten verwandelt werden und Software die moderne Produktion effizienter macht. Zu sehen war, wie virtuelle Modelle vorab die Abfolge der Bewegungen der maschinellen Fertigung optimierten.



 

Das Highlight des Standes aber nannte sich Mind-Sphere-Lounge, kreiert von der Agentur Triad Berlin. Dieser fast komplett geschlossene runde Raum bot eindrucksvolle 360-Grad-Animationen, sphärisch beleuchtete Tische mit Anwendungsbeispielen von Siemens-Partnern und eine Bühne samt Sitzgelegenheiten für Vorträge. Um die Mind-Sphere-Lounge zu realisieren, haben wir die baulichen Gegebenheiten der Halle mit einbezogen", wie sich bluepool-Projektleiter Volker Mohr erinnert, Wir bezogen die obere Etage am Hallenrand mit ein, indem wir eine modulare Treppe einsetzten. Über sie gelangte man nach oben in die Mind-Sphere-Lounge und ließ sich in eine futuristisch-atmosphärische Welt entführen". 

Quelle: Trade Fairs International |
Das Wirtschaftsmagazin für Messen und Events |
Nr. 1 Februar 2017 - JK

Fotos: Siemens AG